Rhetorikseminar: klar argumentieren, souverän reagieren

Wenn es unvorbereitet ernst wird.

Führungskräfte im Austausch – Seminar für Rhetorik und Schlagfertigkeit

Die wichtigsten Sätze sind selten vorbereitet

Die Präsentation kann man üben. Den Moment danach nicht.

Die kritische Rückfrage aus der zweiten Reihe. Der Kollege, der das eigene Argument gerade als naiv abtut. Die Verhandlung, in der zwei Sekunden Zögern den Preis kosten. Der Chef, der im Vorbeigehen fragt, wie es um das Projekt steht.

In genau diesen Momenten entscheidet sich, für wie kompetent jemand gehalten wird. Nicht in der Folie, die drei Wochen vorher gebaut wurde. Dieses Seminar trainiert das ungeplante Sprechen: die Fähigkeit, unter Druck klar zu denken, präzise zu formulieren und dabei ruhig zu bleiben.

Für wen dieses Seminar gedacht ist

  • Führungskräfte, die sich in Meetings gegen lautere Stimmen durchsetzen müssen
  • Fachexpertinnen und Fachexperten, deren Argumente sachlich stimmen, aber nicht ankommen
  • Vertriebs- und Beratungsteams, die täglich mit Einwänden arbeiten
  • Projektleitungen, die überzeugen müssen, ohne weisungsbefugt zu sein
  • Alle, die im Nachhinein wissen, was sie hätten sagen sollen

Vorkenntnisse sind nicht nötig. Das Seminar funktioniert für Berufseinsteiger genauso wie für Geschäftsführung – die Übungen passen sich dem Niveau der Gruppe an.

Was wir trainieren

Präsenz im Raum

Wie Status entsteht, bevor das erste Wort fällt: Haltung, Blick, Tempo, Umgang mit dem eigenen Platz. Warum manche Menschen einen Raum betreten und alle schauen hin – und was davon trainierbar ist.

Klar denken unter Druck

Die Technik, in Sekunden eine Struktur zu finden: Kernsatz zuerst, Begründung danach. Strukturmuster für spontane Antworten, die sich sofort abrufen lassen. Warum Füllwörter kein Sprachproblem sind, sondern ein Denkproblem.

Argumentieren, das überzeugt

Der Unterschied zwischen recht haben und überzeugen. Argumente so bauen, dass sie beim Gegenüber ankommen und nicht nur beim Sender stimmen. Einwände vorwegnehmen, statt sich von ihnen überraschen zu lassen.

Schlagfertigkeit

Konkrete Techniken für Angriffe, unfaire Fragen, Unterbrechungen und Killerphrasen. Wie man Schärfe herausnimmt, ohne einzuknicken – und wann Schweigen die stärkste Antwort ist. Geübt wird im Sparring, bis es sitzt.

Stimme und Körpersprache im Dialog

Was die Stimme über Sicherheit verrät, bevor der Inhalt gehört wird. Lautstärke, Tempo, Pausen. Wie Körpersprache im Sitzen wirkt – der Fall, den fast alle Trainings auslassen, obwohl er im Büro der häufigste ist.

Schwierige Gespräche

Kritik geben und annehmen, Konflikte ansprechen, ohne zu eskalieren, Nein sagen ohne Beziehungsschaden. Deeskalation als rhetorische Fähigkeit, nicht als Charaktereigenschaft.

Wie trainiert wird

Rhetorik lernt niemand durch Zuhören. Deshalb steht in diesem Seminar ab der ersten Stunde jede und jeder selbst im Gespräch.

Sparring statt Rollenspiel

Ich übernehme die Gegenrolle – als kritischer Vorstand, als schwieriger Kunde, als Kollege, der quer schießt. Real, nicht nachsichtig. Die Erfahrung, dass man einem Angriff standhält, verändert mehr als jede Technikliste.

Eigene Situationen

Vor dem Seminar sammle ich die Fälle ein, die Ihre Teilnehmenden tatsächlich beschäftigen. Geübt wird an diesen, nicht an Standardbeispielen.

Kurze Schleifen

Übung, Feedback, Wiederholung – in derselben Viertelstunde. Der Effekt entsteht durch die zweite und dritte Runde, nicht durch die erste.

Videoanalyse auf Wunsch

Wer sich zum ersten Mal in einer Drucksituation sieht, erkennt in fünf Minuten mehr als in fünf Stunden Theorie.

Was danach anders ist

  • Ihre Teilnehmenden formulieren im Meeting einen klaren ersten Satz, statt sich warmzureden
  • Angriffe und Killerphrasen führen nicht mehr zu Aussetzern
  • Argumente sind auf das Gegenüber gebaut, nicht auf die eigene Logik
  • Kritische Rückfragen wirken nicht mehr bedrohlich, sondern als Chance
  • Und der Satz „Mir fällt immer erst hinterher ein, was ich hätte sagen sollen“ verliert seine Grundlage

Was Ihr Unternehmen davon hat

Kürzere Meetings

Wer seinen Punkt in drei Sätzen setzen kann, spart der Runde zwanzig Minuten. Bei zehn Personen wöchentlich ist das messbar.

Bessere Entscheidungen

Wenn sich das stärkste Argument durchsetzt statt der lauteste Mensch, entscheidet Ihr Unternehmen sachlich richtiger.

Weniger Konflikte, die eskalieren

Ein großer Teil interner Reibung entsteht nicht durch Interessengegensätze, sondern durch Formulierungen.

Verhandlungsergebnisse

Im Einkauf und im Vertrieb bewegt sich mit rhetorischer Sicherheit unmittelbar Geld.

Bindung

Menschen, deren Beiträge im Unternehmen gehört werden, bleiben länger.

Rahmen und Formate

Eckdaten zum Rhetorikseminar und Schlagfertigkeitstraining

Rahmen und Formate des Rhetorikseminars von Manuel Feneberg
Dauer1 Tag (7 Std.) oder 2 Tage intensiv · halbtags als Kompaktformat möglich
Teilnehmende3 bis 20, optimal 6 bis 12
OrtInhouse im gesamten DACH-Raum und international, extern oder online
SprachenDeutsch, Englisch
Übungsanteilca. 70 Prozent
MaterialHandout mit allen Techniken, individuelle Notizen aus dem Feedback
OptionalFollow-up-Session nach 4 bis 6 Wochen · Einzelcoaching für einzelne Teilnehmende
VorbereitungVorgespräch mit der Auftraggeberseite, kurze Bedarfsabfrage bei den Teilnehmenden

Häufige Fragen

Ist Schlagfertigkeit überhaupt trainierbar?

Ja. Schlagfertigkeit wirkt spontan, beruht aber auf wenigen wiederkehrenden Mustern. Wer diese Muster kennt und geübt hat, greift unter Druck darauf zu, ohne nachzudenken – ähnlich wie beim Autofahren. Was nicht trainierbar ist, ist der einzelne perfekte Konter. Trainierbar ist die Fähigkeit, in der Situation handlungsfähig zu bleiben.

Was unterscheidet dieses Seminar vom Präsentationstraining?

Das Rhetorikseminar trainiert den Dialog: sprechen, wenn es unvorbereitet passiert – Meeting, Diskussion, Verhandlung, Einwand. Das Präsentationstraining trainiert den geplanten Auftritt vor einer Gruppe. Beide Formate ergänzen sich, überschneiden sich aber kaum.

Wird vor der Gruppe bloßgestellt?

Nein. Die Übungen sind fordernd, das Feedback ist präzise – aber es bezieht sich immer auf Verhalten, nie auf die Person. Wer sich im Seminar sicher fühlt, geht mehr Risiko ein und lernt dadurch schneller. Das ist Teil der Methode.

Eignet sich das Seminar für gemischte Hierarchieebenen?

Grundsätzlich ja, mit einer Einschränkung: Wenn Teilnehmende vor ihrer direkten Führungskraft üben sollen, sinkt oft die Bereitschaft, Fehler zu machen. Bei sensiblen Konstellationen empfehle ich getrennte Gruppen. Das klären wir im Vorgespräch.

Passt dieses Seminar zu Ihrem Team?

Wir klären das in 30 Minuten. Kostenlos und ohne Verpflichtung.